Zielgruppe der Headhunter – gehören Sie dazu?

Keineswegs suchen Personalberater nur noch Top-Führungskräfte

Der Markt hat sich seit den 90er Jahren stark verändert und mittlerweile ist es üblich, dass auch Spezialistenpositionen über Personalberatungen gesucht werden. Eine Führungsfunktion ist keineswegs Bedingung, wenn auch hilfreich, da Führungspersonen für Personalberater einfacher zugänglich sind.

Headhunter100 ist zwar keine Beratung bekannt, die ausschließlich Positionen auf der ersten und zweiten Ebene besetzt – auch wenn viele Beratungshäuser das gerne so darstellen –, aber wenn Sie heute nicht 50.000 EUR bis 60.000 EUR verdienen, sollten Sie überprüfen, ob der Berater für Ihren momentanen Karriereschritt der Richtige ist. Bei einem Gehalt von über 100.000 EUR sind Sie normalerweise bei allen Beratern willkommen, die in Ihrem Branchenumfeld tätig sind. Der Bewerber sollte mindestens zwei bis drei Jahre Berufserfahrung haben und eine gefragte berufliche Qualifizierung bzw. Spezialisierung vorweisen können.

Solange der demographische Wandel noch keine deutlichen Spuren in der Wirtschaft hinterlassen hat, gilt: Für eine Führungsposition, die nicht den Titel Geschäftsführer oder Vorstand trägt, ist das Idealalter zwischen Mitte 30 und Mitte/Ende 40. Unabhängig von der Qualifikation wird ein Auftraggeber bei einem Kandidaten, der 48 Jahre alt ist, immer argumentieren: „Es muss doch unter den 35- bis Anfang 40-Jährigen jemanden geben, der das gleiche Profil aufweist!“ So brutal das Ganze klingt, es gibt natürlich Gründe dafür. Zum einen ist der 35-Jährige meistens günstiger. Er ist aber auch nach deutschem Gesetz in der Regel einfacher zu entlassen als ein 48-Jähriger.

Die Bedeutung des Alters ist ein typisch deutsches Thema. In den meisten Ländern spielt der Faktor Alter eine untergeordnete Rolle. Beispielsweise erkennt ein erfahrener englischer Fondsmanager in London den deutschen Headhunter an der Frage: „Wie alt sind Sie?“ Die Frage hält er aufgrund seiner Erfahrung für unangemessen. Aber die Rechte des Arbeitnehmers in England sind nicht mit denen in Deutschland vergleichbar. Den Unterschied erkennt man am deutlichsten bei der Suche nach Vorständen und Geschäftsführern. Bei ihnen ist das Alter meist Nebensache, da oft Verträge auf Zeit vereinbart werden.

Aber auch in Deutschland bewegt sich (endlich) etwas und der Trend geht – wenn auch zwangsläufig aufgrund des geringen Bewerberpotentials in diversen Branchen – in die Richtung der älteren und erfahrenen Bewerber, so dass weniger nach Alter, sondern nach Inhalt (sprich Qualifikation) gesucht wird.

Absolventen, Berufseinsteiger

Personalberater können in der Regel mit Absolventen frisch von der Uni oder Berufseinsteigern nicht viel anfangen. Grund dafür ist, dass die Auftraggeber der Personalberater „den“ fertigen Kandidaten mit entsprechender Berufs- und Branchenerfahrung erwarten – nur deshalb wird der Personalberater beauftragt. So wird ein Absolvent bzw. Berufseinsteiger erst nach drei bis fünf Jahren Berufspraxis interessant für den Personalberater.

Es gibt aber durchaus Personalberatungen, die auch Absolventen vermitteln. Meist sind dies kleinere Unternehmen, die sich auf Spezialistenpositionen konzentrieren, wo Absolventen mit einem besonderen und seltenen Studienabschluss sehr willkommen sind.

Wie Sie sich sichtbar für Headhunter machen erklären wir Ihnen hier!

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