Wieso werden Sie nicht angerufen?

Der Anruf bleibt aus – was tun?

Es gibt diverse Gründe, wieso ein Personalberater Sie bisher nicht oder nur selten kontaktiert hat.

Auf die häufigsten Ursachen, die eine mögliche Kontaktaufnahme verhindern, wird im Folgenden eingegangen.

Suchprofil und Berufsfelder

Sie arbeiten in einem Berufsfeld, das nur selten von Personalberatern zu besetzen ist. Dies war zu Beginn der Personal-beraterbranche in Deutschland auch bei der Position der „Sekretärin und Assistentin“ der Fall. Mittlerweile gibt es aber auch auf dieses Berufsfeld „Secretary Search“ spezialisierte Beratungen.

Zählt Ihre Position zu den klassischen Querschnittsfunktionen wie beispielsweise dem Finanzwesen / Controlling, Personalwesen oder IT, dann spielt die Branche, in der Sie sich bewegen eine untergeordnete Rolle. Das erhöht Ihre Chance auf die Kontaktaufnahme eines Personalberaters. Denn es spielt kaum eine Rolle, ob das Unternehmen, für das Sie tätig sind, Kunststoffteile oder Elektronikteile herstellt.

Arbeiten Sie hingegen in Berufsfeldern der Entwicklung oder des Vertriebs ist Ihre Branchenkenntniss von großer Bedeutung. Somit kommen Sie vor allem für Suchen von direkten Wettbewerbern oder verwandten Branchen in Frage, was die Kontaktfrequenz zu Personalberatern einschränkt. Wird Ihre Spezialisierung nur selten nachgefragt, werden Sie automatisch seltener angerufen, sofern Ihr Berufsfeld nicht zu einem der immer Nachgefragten gehört.

Hierarchie

Je höher Sie in der Hierarchie eines Unternehmens angekommen sind, desto einfacher hat es der Personalberater, Sie zu identifizieren und umso eher passen Sie zu den üblichen Suchmandaten der Personalberater. Aber oftmals ist die Kontaktaufnahme für den Personalberater schwierig, da gerade Kandidaten in gehobenen Positionen entsprechend von der Aussenwelt abgeschirmt werden. Gleichzeitig verbietet es die Diskretion der Personalberater, sich als solche bei der Vorzimmerdame oder den Kollegen zu erkennen zu geben. Hier ist die Kreativität der Personalberater gefragt, Sie zu einem Rückruf zu bewegen oder – und das kommt auch oft vor – der Berater gibt nach einigen Versuchen auf, da er Sie nicht erreichen kann.

 Unternehmensgröße

Je größer ein Unternehmen ist, umso schwieriger wird es für den Personalberater, Sie zu finden – selbst wenn er größtes Interesse an Ihrer Person hat.

Viele Unternehmen wachsen durch Zukäufe, haben viele Standorte und die Globalisierung tut ihr übriges dazu: Wo wurde der für den Personalberater interessante Bereich nach der x-ten Reorganisation hin- oder zusammengelegt? Oft wissen die eigenen Mitarbeiter selbst nicht mehr genau, wo gewisse Bereiche zu finden sind.

Ohne Job?

Haben Sie Ihren Job verloren gibt es zwei Probleme:

  1. Sie sind nicht mehr auffindbar.
  2. Das Interesse an Ihrer Person lässt nach.

Selbst wenn der Personalberater im ersten Fall weiß, dass Sie in einem für die aktuelle Suche interessanten Berufsfeld gearbeitet haben, kann er Sie nicht kontaktieren, da er möglicherweise Ihre privaten Kontaktdaten nicht hat und Ihr ehemaliger Arbeitgeber diese sicherlich nicht preisgeben wird.

Im zweiten Fall lässt das Interesse des Personalberaters nach, da sich Ihr Wert durch den Stellenverlust möglicherweise verringert hat. Dies klingt zwar hart, dennoch ist es leider so. Dies trifft nicht immer und auf jeden zu, ist aber auch kein Einzelfall. Dies begründet sich aus Beratersicht in der Nachfrage seines Auftraggebers: Er bezahlt den Personalberater dafür, den am (Arbeits-) Markt besten verfügbaren Kandidaten zu rekrutieren. Kandidaten, die sich selbst bewerben weil Sie arbeitslos sind, gehören bedauerlicherweise nicht dazu. Daher ist unser Rat: schaffen Sie sich im Vorfeld ein Netzwerk von Personalberatern, sodass Sie bei drohendem Jobverlust früh genug Maßnahmen ergreifen können.

Headhunter100