Personalberater = Headhunter? Ein Unterschied?

Die Methodik macht den Unterschied!

Der Ausdruck „Personalberater“ ist nicht exakt eingegrenzt und nicht geschützt. Eine Abgrenzung der Begrifflichkeiten „Personalberater“, „Headhunter“, „Executive Search Consultant (Berater)“ oder „Management Consultant“ ist kaum möglich, da sie sich inhaltlich vielfältig überschneiden. Eher ist ein Unterschied in der Herangehensweise bei der Suche zu finden.

Der „Personalberater“ betreibt im Allgemeinen die Suche nach Fach- und Führungskräften mittels Direktansprache und/oder Anzeigenschaltung und bietet darüber hinaus oft auch noch weitere Dienstleistungen an (Bsp. Outplacement-Beratung, Assessment Center etc.). Direktansprache ist die aktive Ansprache eines Personalberaters bei einem potenziellen Kandidaten. Die Direktansprache als auch Anzeigenschaltung können, sofern dies sinnvoll erscheint, miteinander kombiniert werden und um weitere Dienstleistungen, je nach Wunsch des Auftraggebers, erweitert werden.

Executive-Search-Berater konzentrieren sich meist auf die Suche nach Fach- und Führungskräften im gehobenen und Top-Level-Bereich mittels Direktansprache und in der Regel ohne Schaltung einer Stellenanzeige. Sie gehören somit auch zur Gruppe der „Personalberater“, kommen aber dem angelsächsischen Begriff des „Headhunter“ wohl am nächsten.

Aber diese Grenzen verschwimmen zunehmend, denn welcher Headhunter/Personalberater/Executive Search Consultant wird nicht auch Online-Stellenbörsen aktiv durchsuchen oder Stellenanzeigen schalten, um den richtigen Kandidaten für sein Projekt zu finden? Letztlich geht es immer darum, für ein bestimmtes Projekt die beste Search Strategy (Such-Strategie) festzulegen. Ob Headhunter oder Personalberater: Alle verfügen über persönliche Kontakte (Netzwerk), alle verfügen über eine eigene Kandidaten-Datenbank und bei allen sind Namens- und Kandidaten-Empfehlungen willkommen.

Im Grunde ist es nicht von Bedeutung, wie man den Berater und dessen Tätigkeit nennt, denn letztlich läuft es immer auf das Gleiche hinaus: Die Suche nach Fach- und Führungskräften im Auftrag eines Unternehmens – und das kostenlos für den Kandidaten. Der Berater wird vom Auftraggeber bezahlt.

Doch eines sollte an dieser Stelle festgehalten werden: Keine der oben genannten Definitionen hat mit Zeitarbeitsfirmen oder „Personalvermittlern“ zu tun, da ein Personalberater in der Regel exklusiv für seinen Auftraggeber offene Stellen zu besetzen hat. Diese offenen Stellen sind in der Regel feste, unbefristete Arbeitsverhältnisse. Der Arbeitsvertrag kommt direkt mit dem einstellenden Unternehmen zustande.

Zeitarbeitsfirmen

Zeitarbeitsfirmen vermitteln durchaus auch feste Arbeitsverhältnisse, allerdings liegt der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit in der Überlassung der eigenen Mitarbeiter auf Zeit. Des Weiteren ist die Vermittlung höher dotierter Positionen meist Aufgabe des Personalberaters.

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