Der Headhunter sagt ab – was hat das zu bedeuten?

Die Absage ist eine der schwierigsten Übungen in der Tätigkeit eines Beraters. Man kann in diesem Punkt unterschiedlicher Ansicht sein, aber wir Befürworten die wahren Gründe zu sagen.

Im ersten Moment ist der Kandidat natürlich verstimmt, manche Kandidaten sogar verletzt. Aber mittelfristig hat diese Offenheit mit Sicherheit etwas Gutes und nur Vorteile – sofern sich der Bewerber darauf einlässt und etwas selbstkritisch ist. Das Problem verschärft sich bei Führungspersonen: Erklären Sie einer Führungsperson, dass sie eigentlich keine Führungsqualitäten hat – und das als Berater, der keine oder nur geringe Führungsverantwortung hat. Wer den Mut hat bzw. das rhetorische Geschick besitzt, dies authentisch und für den Kandidaten akzeptabel zu verpacken, gehört wohl zu den führenden Beratern seiner Branche.

Für Sie als Bewerber ist es wichtig, dem Berater eine wahrheitsgemäße Antwort zu erleichtern. Fragen Sie ganz offen nach Punkten, die dem Auftraggeber nicht gefallen haben. Oder sprechen Sie Aspekte an, bei denen Sie vermuten, dass Sie nicht überzeugen konnten. Es liegt auch an Ihnen, Offenheit einzufordern bzw. zu zeigen, dass Sie die Wahrheit „ertragen“ und mit ihr umgehen können.

Headhunter100